2016-10-07

I.M. Königins Rede bei der Eröffnung der Ausstellung im Bikini Berlin, 7. Oktober 2016

(Die gesprochene Version haben Vorrang.)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

vielen Dank für die Möglichkeit, im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung Everything You Can Imagine Is Real einige Worte an Sie zu richten. Ich habe mir gerade die fantastischen Kreationen, das gediegene Handwerk und die wundervollen Bildwerke angeschaut. Dass Nachhaltigkeit als wichtige Botschaft der Ausstellung heute Thema dieses Seminars ist, halte ich für wertvoll. In Schweden wie auch in Deutschland gibt es eine alte und stolze Textiltradition. Echtes handwerkliches Wissen und Können lebt und wird weiterentwickelt, nicht zuletzt an den Hochschulen und Universitäten unserer Länder, aber auch dank des Interesses schwedischer und deutscher Textil- und Modeunternehmen.

Heute ist schwedisches und deutsches Modedesign ein bedeutendes Exportprodukt, und darauf können wir stolz sein.

Mit zunehmendem Interesse an Mode wächst auch unser Wissen darüber, wie wir neue, klimaintelligente Materialien entwickeln können, aber auch Herstellungsmethoden, die das Klima auf unserer Erde weniger belasten. Wir müssen giftige Chemikalien aus unseren Stoffen verbannen, und wir müssen die Wassermenge reduzieren, die zur Herstellung von Textilien verwendet wird. Das ist unsere Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen.

Dass unsere Unternehmen immer mehr Wert darauf legen, eine bestmögliche Nachhaltigkeit ihrer Produkte zu erreichen, ist erfreulich und wichtig. Und es ist sehr interessant, dass in der Forschung Wege für eine neue und umweltfreundlichere Herstellung von Bekleidung gesucht werden. Wenn wir Alternativen zur herkömmlichen Produktion und Konsumtion von Mode finden können, können wir gemeinsam einen großen Beitrag zu einer weltweiten Entwicklung leisten, die langfristig nachhaltig ist.

Keiner kann alles tun, aber jeder von uns ein bisschen. Das Große spiegelt sich im Kleinen. Ich wünschte, dass die Kauf- und-Wegwerf-Ära im traditionellen Sinne vorbei wäre. Stellen Sie sich vor, wir alle, die wir einkaufen – und wir sind viele! – würden unsere Kleidung besser recyceln, wiederverwenden oder wie ich, öfters anziehen! Ein gutes Gefühl!

Ich wünsche Ihnen allen einen interessanten und ergiebigen Nachmittag!

Vielen Dank!